Nach drei Wochen wissen Sie, was Sie bauen und was es kostet.
Für neue Systeme und größere Ablösen: Anforderungsklärung, Architekturentwurf, klickbarer Prototyp und ein Kostenrahmen mit einer Genauigkeit von etwa ±25 %. Sie entscheiden danach auf Basis von etwas, das Sie anfassen können — nicht auf Basis einer Schätzung.
Wann der Discovery Sprint das richtige Format ist
- Ein neues System soll entstehen, und der Umfang ist bisher nur in Gesprächen beschrieben.
- Ein Altsystem soll abgelöst werden, und niemand weiß, was der Nachfolger genau können muss.
- Sie brauchen für eine Budgetfreigabe eine Zahl, die einer Prüfung standhält.
- Sie wollen ausschreiben und benötigen eine Grundlage, die Angebote vergleichbar macht.
- Drei Anbieter haben drei völlig unterschiedliche Preise genannt, und Sie wissen nicht, wer wovon ausgeht.
Warum ein Prototyp und nicht nur ein Dokument
Anforderungsdokumente werden von allen Beteiligten unterschiedlich gelesen. „Der Nutzer wählt einen Auftrag aus“ bedeutet für die Fachabteilung etwas anderes als für die Entwicklung, und beide merken das erst, wenn die Oberfläche existiert.
Ein klickbarer Prototyp beendet diese Unklarheit in der zweiten Woche statt im sechsten Monat. Die Menschen, die später damit arbeiten, sehen ihre eigenen Arbeitsabläufe und sagen sofort, wenn etwas fehlt. Genau diese Rückmeldungen sind der Grund, warum die Schätzung danach trägt.
Was der Kostenrahmen enthält — und was nicht
Der Rahmen beziffert die Umsetzung des Umfangs, der im Anforderungsdokument steht, zerlegt in Abschnitte. Er beziffert außerdem die laufenden Betriebskosten pro Jahr: Hosting, Wartung, Sicherheitsaktualisierungen, Weiterentwicklung.
Er beziffert nicht, was Ihnen nach der Freigabe noch einfällt. Deshalb enthält das Dokument einen ausdrücklichen Abschnitt darüber, was nicht Teil des Umfangs ist. Diese Liste ist beim Lesen der unbequemste und beim Kalkulieren der wichtigste Teil.
Über die Lebensdauer eines Systems entfällt nur ein Bruchteil der Gesamtkosten auf die Erstentwicklung. Wir beziffern deshalb von Beginn an beides. Ein Kostenrahmen ohne Betriebskosten ist eine halbe Zahl.
Was es kostet
Der Discovery Sprint kostet [BETRAG] als Festpreis. Der Betrag umfasst die drei Wochen, sämtliche Termine, den Prototyp, alle Unterlagen und die Abschlusspräsentation. Anfahrt innerhalb Oberösterreichs ist enthalten, darüber hinaus verrechnen wir eine vereinbarte Pauschale.
Wenn wir am Zwischenstand nach Woche 1 gemeinsam abbrechen, rechnen wir anteilig ab und Sie erhalten den bis dahin erarbeiteten Stand.
Was danach passiert
Sie haben ein Anforderungsdokument, einen Architekturentwurf, einen Prototyp und einen Kostenrahmen. Damit können Sie intern entscheiden, ausschreiben — oder mit uns weiterbauen.
Wenn wir gemeinsam weitermachen, beginnt die Umsetzung in Zyklen von zwei Wochen: Alle zwei Wochen gibt es etwas, das Sie tatsächlich bedienen können. Abgerechnet wird wahlweise nach Aufwand mit vereinbarter Obergrenze oder in Festpreis-Abschnitten entlang des Umsetzungsplans. Unser Tagsatz liegt bei [BETRAG]. Wie eine Zusammenarbeit im Detail abläuft, steht unter Arbeitsweise und Individualsoftware.
Nach dem Go-live folgt der längste Abschnitt: Betrieb und Weiterentwicklung. Dass wir diesen Teil ernst nehmen, liegt daran, dass wir unser eigenes Produkt seit 2012 selbst betreiben.
Was Sie bekommen
| Liefergegenstand | Form | Umfang |
|---|---|---|
| Anforderungsdokument | PDF und bearbeitbares Dokument | Umfang, Nutzergruppen, Arbeitsabläufe, Sonderfälle, ausdrücklich ausgeschlossener Umfang |
| Architekturentwurf | Dokument mit Diagrammen | Systemaufbau, Datenmodell im Überblick, Schnittstellen zu Ihren bestehenden Systemen, Technologiewahl mit Begründung |
| Klickbarer Prototyp | im Browser bedienbar, mit Zugang für Ihr Team | Die zentralen Arbeitsabläufe als bedienbare Oberfläche — kein Bildschirmfoto, sondern klickbar |
| Kostenrahmen | Tabelle im Dokument | Aufwand je Umsetzungsabschnitt, Genauigkeit etwa ±25 %, dazu geschätzte laufende Betriebskosten pro Jahr |
| Umsetzungsplan | Abschnitt im Dokument | Reihenfolge der Abschnitte, frühestmöglicher produktiver Nutzen, Abhängigkeiten und Vorleistungen auf Ihrer Seite |
| Risikoliste | Tabelle im Dokument | Was die Schätzung kippen könnte, mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Umgang |
| Betriebskonzept im Überblick | Abschnitt im Dokument | Hosting, Datenhaltung, Backup, Monitoring, Betreuung nach dem Go-live |
| Abschlusspräsentation | 2 Stunden, vor Ort | Ergebnis, Prototyp-Vorführung und Kostenrahmen für Ihre Entscheider |
Drei Wochen, Woche für Woche
- 0
Vorbereitung (ca. 2 Wochen vorher)
Wir stimmen Teilnehmende, Termine und Zugänge ab und sichten vorhandene Unterlagen: bestehende Systeme, Prozessbeschreibungen, frühere Konzepte.
- 1
Woche 1 — Verstehen
Kick-off vor Ort, Gespräche mit Nutzergruppen und Fachbereichen, Aufnahme der Arbeitsabläufe samt Sonderfällen. Am Ende der Woche steht der Umfang — und ausdrücklich auch, was nicht dazugehört.
- 2
Ende Woche 1 — Zwischenstand
Eine Stunde: Wir zeigen den abgegrenzten Umfang. Falls sich hier zeigt, dass das Vorhaben in dieser Form nicht sinnvoll ist, brechen wir gemeinsam ab. Das ist ausdrücklich vorgesehen.
- 3
Woche 2 — Entwerfen
Architektur, Datenmodell, Schnittstellen zu Ihren Systemen, Technologiewahl. Parallel entsteht der Prototyp für die zentralen Arbeitsabläufe.
- 4
Ende Woche 2 — Prototyp am Tisch
Sie klicken selbst durch den Entwurf, gemeinsam mit den Menschen, die später damit arbeiten. Die Rückmeldungen aus diesem Termin fließen in Woche 3 ein.
- 5
Woche 3 — Beziffern
Überarbeitung nach Ihren Rückmeldungen, Zerlegung in Umsetzungsabschnitte, Aufwandsschätzung je Abschnitt, Risikoliste, Betriebskosten.
- 6
Abschluss
Zwei Stunden vor Ort: Ergebnis, Prototyp und Kostenrahmen für Ihre Entscheider. Sämtliche Unterlagen erhalten Sie spätestens an diesem Tag.
Was wir von Ihnen brauchen
| Was | Von wem | Wann | Aufwand bei Ihnen |
|---|---|---|---|
| Entscheidungsbefugte Ansprechperson | Fachbereich oder Geschäftsführung | über die gesamten 3 Wochen erreichbar | ca. [X] Stunden gesamt |
| Kick-off-Teilnahme | Fachbereich, IT, Entscheider | Woche 1, Tag 1 | halber Tag je Person |
| Gespräche mit Nutzergruppen | 3–6 Personen, die später damit arbeiten | Woche 1 | je 60–90 Minuten |
| Auskunft zu bestehenden Systemen und Schnittstellen | IT oder bisheriger Dienstleister | Woche 1 und 2 | ca. 3 Stunden |
| Zugang zu Testsystemen oder Beispieldaten | IT | Woche 2 | einmalig, ca. 1 Stunde |
| Prototyp-Durchsprache | Nutzergruppen plus Fachbereich | Ende Woche 2 | 2 Stunden |
| Teilnahme an der Abschlusspräsentation | Entscheider | Woche 3 | 2 Stunden |
Häufige Fragen zum Discovery Sprint
Drei Wochen kosten Geld, bevor eine einzige Zeile Code entsteht. Warum sollten wir das tun?
Weil die teuersten Fehler in Softwareprojekten vor der ersten Zeile Code gemacht werden. Ohne Discovery bekommen Sie eine Schätzung mit einer Bandbreite, die niemand ausspricht — und die Differenz wird während der Umsetzung über Nachträge geklärt. Der Sprint verschiebt diese Klärung an den Anfang, wo sie ein Bruchteil kostet.
Was ist, wenn Sie am Ende sagen, das Vorhaben rechnet sich nicht?
Dann steht das im Ergebnis, und wir sagen es lieber in Woche 1 als in Monat sechs. Der Zwischenstand am Ende von Woche 1 ist genau dafür vorgesehen: Wenn sich zeigt, dass Standardsoftware besser passt oder der Nutzen den Aufwand nicht trägt, brechen wir ab und rechnen anteilig ab. Das ist uns lieber als ein Projekt, das niemandem nützt.
Sind wir danach an Sie gebunden?
Nein. Sie erhalten sämtliche Unterlagen und alle Rechte daran, einschließlich Prototyp und Architekturentwurf. Die Dokumente sind bewusst so geschrieben, dass ein anderer Anbieter darauf aufsetzen kann — sie taugen als Grundlage für eine Ausschreibung.
Wie belastbar sind ±25 % wirklich?
Belastbar für den Umfang, der im Anforderungsdokument steht — nicht für den, der Ihnen im dritten Monat noch einfällt. Deshalb steht im Dokument ausdrücklich, was nicht dazugehört, und deshalb gibt es eine Risikoliste. Ändert sich der Umfang, ändert sich der Rahmen; wir sagen dann, um wie viel.
Unsere Anforderungen sind noch nicht klar. Ist es dafür nicht zu früh?
Das ist der Normalfall und genau der Grund für das Format. Der Sprint ist kein Termin, zu dem Sie ein fertiges Lastenheft mitbringen — er ist die Arbeit, aus der das Lastenheft entsteht. Was Sie mitbringen müssen, ist eine Person, die entscheiden darf.
Können Sie den Sprint verkürzen? Wir stehen unter Zeitdruck.
Für kleinere Vorhaben stimmen wir gelegentlich einen verkürzten Umfang ab. Was wir nicht kürzen, ist der Prototyp: Er ist der Teil, an dem Missverständnisse sichtbar werden, bevor sie teuer sind. Ohne ihn ist es eine Anforderungsanalyse und kein Discovery.
Sie wollen etwas bauen und kennen den Rahmen nicht?
30 Minuten, kostenlos, mit ehrlicher Einschätzung — auch dann, wenn die lautet, dass Standardsoftware für Sie günstiger ist.